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Mehr als 3GB/4GB ? Dann wird PAE / AWE interessant

Dieser Eintrag stammt von Tim Wanierke Am 6.1.2011 @ 16:32 In Windows 2000, Windows 2003 | 1 Kommentar

In dem folgendem Artikel wird beschrieben, wann PAE /AWE interessant ist zu setzten.

Link : [1] http://www.msxfaq.de/konzepte/4gb.htm

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Mehr als 3GB/4GB ? Dann wird  PAE / AWE interessant

Was machen Sie nun aber, wenn ihr Server tatsächlich mehr als 4 Gigabyte Hauptspeicher betreiben kann und Sie vor allem eine Anwendung nutzen möchten, die mit 3 GB nicht auskommt ?. Aber da gibt es ja noch den Speichermanager und schon in Zeiten von DOS und Windows 3.1 (16bit Grenze) war es möglich, den Speicher jenseits von 640 MByte zu nutzen. Der Memory Manager ist dafür zuständig, den virtuellen Speicher der Anwendung auf physikalischen Speicher umgesetzt wird und nicht vorhandener “echter” Speicher notfalls durch das Pagefile ersetzt wird. Dieses Hantieren mit Speicherseiten ist auch eine wichtige Schnittstellen für die AWE-Erweiterung. Eine Anwendung kann über diese Schnittstelle Speicher anfordern und verwenden. Ein Stückweit könnten Sie dies mit dem EMS-Speicher der frühen DOS-Zeiten vergleichen. Denn physikalisch kann die Anwendung aufgrund der Begrenzungen nur bis zu 4 Gigabyte adressieren. Daher kann eine Anwendung über AWE weiteren Speicher in diesen eigenen Adressraum einblenden lassen.

AWE bzw. PAE ist also keine Funktion, damit Windows mehr als 4 Gigabyte verwalten kann. PAE ist ein Weg, damit Anwendungen aus ihrer 3GB Grenze ausbrechen können, indem Sie mittels AWE auf weitere Speicher zugreifen. Voraussetzung ist aber, dass die Anwendung AWE nutzt.

Alle CPUs die auf der IA-32 Architektur von Intel basieren (seit Intel Pentium Pro) unterstützen einen 36-bit physical addressing Mode. (Physical Address Extension (PAE)) Dies erlaubt die Ansteuerung von bis zu 64 GByte Hauptspeicher durch das Betriebssystem.
Erst durch AWE können jedoch 32bit Anwendungen mehr als 3/4 GB ansprechen.

Dies bedeutet, dass ein Betriebssystem  maximal 64 Gigabyte ansprechen und entsprechend vorbereiteten Anwendungen zuteilen kann. Dazu ist aber der Schalter “/PAE” zu aktivieren.

PAE wird seit Windows 2003 SP1 und Windows XP SP2 automatisch aktiviert, wenn der Prozessor die Funktion “no-execute page protection” unterstützt. Bei Windows 2003 Standard und Windows XP ist dann jedoch wieder das 4 GB Limit aktiv, um Probleme mit Treibern zu vermeiden.

Aus der Online Hilfe von Windows 2003

PAE X86 allows software using the Address Windowing Extensions (AWE) API set running on a computer with an Intel Pentium Pro processor or later and either Windows Server 2003, Enterprise Edition, or Windows Server 2003, Datacenter Edition, to map more physical memory into the application’s virtual address space.

AWE und /3GB stören sich
Wenn sie mehr als 16 Gigabyte RAM haben, dürfen Sie /3GB nicht einsetzen, da ansonsten AWE den Speicher darüber nicht nutzen kann.

  • 834628 Data is corrupted when PAE is enabled on a Windows Server 2003-based computer

Der PAE-Switch kann auch auf Windows XP und Windows Standard Server 2003 verwendet werden. Auch der SBS-Server ist davon nicht ausgenommen. Diese Systeme können jedoch maximal 4 GB adressieren. Hier dient der Schalter zur Unterstützung der DEP (Data Execution Prevention). Siehe auch [2] http://www.Microsoft.com/whdc/system/platform/server/PAE/PAEmem.mspx


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[1] http://www.msxfaq.de/konzepte/4gb.htm: http://www.msxfaq.de/konzepte/4gb.htm
[2] http://www.Microsoft.com/whdc/system/platform/server/PAE/PAEmem.mspx: http://www.microsoft.com/whdc/system/platform/server/PAE/PAEmem.mspx

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